Alternative Legal Service Provider

Werden auch als Alternative Rechtsdienstleister bezeichnet. Darunter versteht man Legal Tech-Plattformen wie etwa Flightright.de und Geblitzt.de, die in Massestreitfällen wie Flugverspätungen oder Verkehrsordnungswidrigkeiten tätig werden. Derartige Fälle lassen sich standardisiert nach dem immer gleichen Schema abwickeln. Die Portale treten zwar mitunter in Konkurrenz zu kleineren Anwaltskanzleien, viele Fälle wären aber aufgrund des geringen Streitwerts ohnehin nicht beim Anwalt gelandet.

Automatisierung

Allgemein versteht man unter Automatisierung, dass Tätigkeiten, die zuvor von Menschen ausgeübt wurden, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz von Computern ausgeübt werden können. Man unterscheidet dabei zwischen dem kognitiven Bereich und dem technisch-kognitiven Bereich. Ein Beispiel für den kognitiven Bereich ist der automatische Vergleich von Vertragstexten, ein Beispiel für den technisch-kognitiven Bereich wäre das selbstfahrende Auto.

App

Der Begriff App stammt aus dem englischen Sprachraum und leitet sich von dem Wort „Application“, was übersetzt so viel wie „Anwendung“ bedeutet. In der englischen Sprache steht die Abkürzung „App“ für „Application Software“ und beschreibt hier sämtliche Arten von Anwendungssoftware. Im deutschen Vokabular bezieht sich der Begriff dagegen meistens auf Software, die lediglich auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets zum Einsatz kommt. Synonym wird auch der Begriff „Mobile App“ benutzt.

Blockchain

Wörtlich aus dem Englischen übersetzt, bedeutet Blockchain soviel wie „Blockkette“ – und das ist auch der Kern der Technologie: Vereinfacht betrachtet handelt es sich um ein digitales Register, das Transaktionen zwischen Verbraucher und Lieferant als Kette von Transaktionsblöcken verzeichnet. Dadurch entsteht für alle Beteiligten vollständige Transparenz, weil jede Einzelheit einer Transaktion verzeichnet wird. Blockchain-Technologie bildet u.a. die Basis für Kryptowährungen wie den Bitcoin.

Big Data

Mit „Big Data“ werden große Mengen an Daten bezeichnet, die u.a. aus Bereichen wie Internet und Mobilfunk, Finanzindustrie, oder auch sozialen Medien stammen und mit speziellen Lösungen gespeichert, verarbeitet und ausgewertet werden können. Die Daten dienen Unternehmen dazu, Einblicke in Interessen ihrer Kunden zu gewinnen und die Produktion zu optimieren und zu flexibilisieren. Big Data bildet damit die Basis für die Digitalisierung und Entwicklungen wie Industrie 4.0.

Chatbot

Ein Chatbot ist ein Softwaresystem (wird vornehmlich im B2C-Bereich verwendet), das algorithmusbasiert auf menschliche Textanfragen reagiert. Hierfür greift das System auf eine hinterlegte Datenbank zurück und gleicht die über das Textfeld eingegebenen Inhalte mit einer hinterlegten Datenbank ab. Erkennt der Chatbot bestimmte Schlüsselbegriffe wieder, reagiert er über eine Textausgabe mit einer vordefinierten Antwort.

Cloud

Die Cloud, auch als Datenwolke bezeichnet, beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie Speicherplatz oder Anwendungssoftware über das Internet. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistung erfolgt dabei über eine technische Schnittstelle wie den normalen Webbrowser. Anbieter von Cloud-Diensten ermöglichen ihren Kunden die Nutzung von IT-Infrastruktur auf Basis des tatsächlichen Bedarfs. Der Vorteil: Es muss kein Kapital in die Rechner- und Datenzentrumsinfrastruktur investiert werden.

Computer-Forensik

Unter Computer Forensik versteht man die Wiederherstellung und Sicherung von gelöschten Daten, die Recherche und Analyse von in digitaler Form vorliegenden Indizien sowie deren gerichtsfeste Dokumentation zum Zweck der Beweissicherung. Das Verfahren kommt sowohl im Zuge behördlicher Ermittlungen zum Tragen, aber auch bei unternehmensinternen Compliance-Fragen. Weil viele Arbeitsabläufe heutzutage auf digitalem Weg erfolgen, wird diese Art der digitalen Ermittlungsarbeit immer wichtiger.

Cyber-Security

Begriff „Cyber-Security“ bezeichnet den Schutz von Daten und Informationssystemen vor unberechtigten Zugriffen von Dritten. Dazu zählt die Sicherung der IT-Systeme gegen Malware und Hacker, die Netzwerksicherheit, die Sicherung von Cloud-Infrastrukturen sowie dem Internet der Dinge, aber auch der physische Schutz von Gebäuden und Serverräumen. Zugleich schließt Cyber-Security auch organisatorische Aspekte wie etwa Schulungen zur Sensibilisierung von Mitarbeitern mit ein.

Data Room

Ein „Data Room“, auch als virtueller Datenraum bezeichnet, ist ein virtueller Raum zur sicheren Verwaltung und Speicherung von Dokumenten. Dabei handelt es sich um eine internetbasierte Plattform, die einen sicheren Online-Zugriff auf vertrauliche Dokumente ermöglicht. Zur Anwendung kommen Data Rooms bei der Teamarbeit an gemeinsamen Dokumenten, vor allem im Zuge der Due-Dilligence-Prüfung, bei der potentielle Käufer die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse eines Verkaufsobjekts prüfen.

Datenschutz

Datenschutz ist ein Sammelbegriff über die in verschiedenen Gesetzen angeordneten Rechtsnormen zum Schutz der Privatsphäre von Individuen im digitalen Zeitalter. Ziel ist es, private Daten vor unberechtigten Zugriffen von außen zu schützen, denn der moderne Mensch ist in dieser Hinsicht vielfältigen Angriffsflächen ausgesetzt. Zum einen ist das der Umgang mit Computer und Internet, aber es sind auch ganz alltägliche Situationen wie etwa der Einkauf im Supermarkt betroffen.

Digital Native

„Digital Natives“ sind die Personen jener gesellschaftlichen Generation, die in der digitalen Welt aufgewachsen und somit quasi von Geburt an mit digitalen Anwendungen in Berührung gekommen sind. Allgemeiner werden die Vertreter dieser Generation auch als „Generation Y“ oder Millennials bezeichnet. Als Antonym zum „Digital Native“ gibt es den Begriff des „Digital Immigrant“ für jene Menschen, die die digitale Welt erst im Erwachsenenalter kennen gelernt haben.

Dokumentenanalyse

Grundsätzlich bezeichnet die Dokumentenanalyse eine Datenerhebungstechnik, bei der Dokumente ausgewertet werden. Diese steht häufig am Anfang einer Untersuchung, um sich in ein Themenfeld einzuarbeiten. Früher erfolgte die Dokumentenanalyse meist in der Bibliothek, heute können dazu digitale Anwendungen genutzt werden. So gibt es diverse Legal Tech-Angebote in diesem Bereich, die Juristen die Dokumentenanalyse erleichtern und ihnen auf diese Weise einen Zeitgewinn verschaffen.

Dokumentenautomation

Die Dokumentenanalyse bezeichnet eine Datenerhebungstechnik, bei der Dokumente ausgewertet werden. Diese steht häufig am Anfang einer Untersuchung, um sich in ein Themenfeld einzuarbeiten. Früher erfolgte die Dokumentenanalyse meist in der Bibliothek, heute können dazu digitale Anwendungen genutzt werden. So gibt es diverse Legal Tech-Angebote in diesem Bereich, die Juristen die Dokumentenanalyse erleichtern und ihnen auf diese Weise einen Zeitgewinn verschaffen.

E-Billing

E-Billing steht für Electronic Billing und wird auch als E-Invoicing bezeichnet. Gemeint ist die Geschäftspraxis, Rechnungen auf elektronischem Weg zu verschicken, im Gegensatz zum herkömmlichen Postversand. E-Billing gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil es ist mit geringeren Kosten für Porto, Papier und Handling verbunden und viel schneller ist. Problematisch sind die Themen Datenschutz und Rechnungsbetrug. Daher ist es ratsam, E-Billing Software zu nutzen, statt Rechnungen per E-Mail zu senden.

E-Discovery

E-Discovery steht für Electronic Discovery und bezeichnet Vorgehensweisen, bei denen Daten lokalisiert, gesichert und durchsucht werden, um diese als Beweismittel in zivil- oder strafrechtlichen Verfahren verwenden zu können. Das Verfahren kann sowohl auf einzelnen Computern als auch in Netzwerken durchgeführt werden. Im amerikanischen Zivilprozessrecht ist E-Discovery Pflicht. Hierzulande setzen es Unternehmen insbesondere für interne Ermittlungen ein, etwa bei Compliance-Verstößen.

Extracting

Unter Extracting versteht man die Anwendung von Künstlicher Intelligenz und Computerlinguistik auf die Verarbeitung von unstrukturierten Informationen. Ziel ist es, Wissen bezüglich einer zuvor definierten Domäne zu gewinnen. Extracting kann aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Als das Erkennen von bestimmten Informationen und als das Entfernen jener Informationen, nach denen nicht gesucht wird.

Internet of Things

Als „Internet of Things“ bzw. “Internet der Dinge” wird die Vernetzung von verschiedenen Gegenständen mit Hilfe des Internet bezeichnet. Ziel ist es, dass die jeweiligen Gegenstände selbstständig via Internet miteinander kommunizieren und auf diese Weise verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können. Der Anwendungsbereich erstreckt sich von der allgemeinen Informationsversorgung über automatische Bestellungen, Warn- und Notfallfunktionen bis hin zu vernetzten Maschinen in Fabriken.

Künstliche Intelligenz

Mit dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ (KI) werden grundsätzlich jene Methoden bezeichnet, die es einem computerbasierten System ermöglichen, Aufgaben zu lösen, die, wenn sie vom Menschen gelöst werden, Intelligenz erfordern. Letztlich geht es darum, menschenähnliche Entscheidungsstrukturen wirklichkeitsnah nachzubilden, also einen Computer so zu programmieren, dass er komplett eigenständig Probleme bearbeiten kann. Ziel ist die Automatisierung bestimmter Prozesse.

Kryptowährung

Kryptowährungen sind digitale Währungen mit einem dezentralen, verteilten und kryptografisch abgesicherten Zahlungssystem, das auf der Blockchain-Technologie basiert (z.B. Bitcoin). Auch Unternehmen haben Kryptowährungen als Finanzierungsinstrument entdeckt: Sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) dienen dazu, Kapital für ein bestimmtes Projekt einzusammeln. Die von Investoren erworbenen Coins dienen dann als Zahlungsmittel für das jeweilige Projekt.

Legal Process Outsourcing (LPO)

Mit dem Begriff Legal Process Outsourcing – kurz: LPO – wird die Auslagerung von juristisch-administrativen Aufgaben, bei denen es sich häufig um Routinetätigkeiten handelt, durch Kanzleien und Rechtsabteilungen an externe Service-Anbieter bezeichnet. In den Vereinigten Staaten und in vielen asiatischen Ländern wird dies schon seit einigen Jahren praktiziert. Mittlerweile spielt Legal Process Outsourcing auch auf dem deutschen Markt eine zunehmend wichtige Rolle.

Legal Technology

„Legal Technology“ umfasst Software und Online-Dienste, die juristische Arbeitsprozesse unterstützen oder automatisieren. Unterschieden wird zwischen Legal Tech 1.0, 2.0 und 3.0. 1.0-Anwendungen unterstützen Juristen in ihrer Büroorganisation. 2.0-Anwendungen erledigen einzelne juristische Arbeitsschritte selbstständig anstelle eines menschlichen Sachbearbeiters. Bei Legal Tech 3.0 kommt Künstliche Intelligenz zum Tragen, die juristische Arbeit erfolgt vollkommen autonom.

Machine Learning

Zu deutsch „maschinelles Lernen“ – ist ein wichtiger Bereich der Computerwissenschaft und Bestandteil künstlicher Intelligenz. Auf Machine Learning basierende Computerprogramme können mit Hilfe spezieller Algorithmen eigenständig Lösungen für neue und unbekannte Probleme finden. Diese Art der algorithmischen Berechnung von Wahrscheinlichkeiten setzt immer das Handeln von Menschen voraus, denn die Software muss zuvor mit den relevanten Daten und Regeln versorgt werden.

Matter Management

Mit Matter Management wird das computergestützte Organisation der in Rechtsabteilungen anfallenden juristischen Angelegenheiten bezeichnet – im Unterschied zur Rechtsanwaltskanzlei, wo in dem Zusammenhang eher von Case Management die Rede ist. Matter Management Software vereinfacht die Büroorganisation und umfasst eine große Bandbreite an Aufgabenbereichen, von der Terminkoordination über die Anlage digitaler Akten bis hin zu Zeiterfassungs- und Abrechnungsfunktionen.

Smart Contract

Als „Smart Contracts“ werden intelligente Verträge bezeichnet, die hinterlegte Regeln automatisch überwachen und definierte Aktionen wie beispielsweise Auszahlungen bei Vorliegen eines bestimmten Ereignisses selbsttätig ausführen. Grundlage dafür ist eine Datenbank, in der die unterschiedlichen Vertragsbedingungen hinterlegt sind. Durch die dezentrale Speicherung und Authentifizierung von Verträgen anhand der Blockchain-Technologie hat das Potenzial von Smart Contracts zuletzt stark zugenommen.

Social Media

Social Media – auch als soziale Medien bezeichnet – dienen der meist profilbasierten Vernetzung von Internetnutzern und deren Kommunikation und Kooperation. Soziale Medien ermöglichen den Austausch sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich, man kommuniziert, arbeitet und gestaltet zusammen, wobei insbesondere Text, Bild und Ton zum Einsatz kommen. Unternehmen nutzen soziale Medien zur Vernetzung mit Kunden, als Marketinginstrument sowie für Marktforschung und Kundensupport.

Spend Management

Spend Management ist die international gebräuchliche Bezeichnung für Einkaufs- bzw. Beschaffungscontrolling. Es macht das Beschaffungsvolumen sowie Preise und Mengen über Abteilungsgrenzen hinweg transparent und dient somit der strukturierten Analyse der Lieferantenausgaben. In jüngerer Vergangenheit sind verschiedene Softwarelösungen auf den Markt gekommen, die diese Aufgabe erfüllen und dem Ziel dienen, Kostensenkungs- und Optimierungspotenziale zu erkennen.

Text Mining

Mit Text Mining werden Algorithmus-basierte Analyseverfahren zur Entdeckung von Bedeutungsstrukturen aus Textdaten bezeichnet. Text Mining-Software erschließt mit Hilfe von statistischen und linguistischen Mitteln Strukturen aus Texten, die den Benutzer in die Lage versetzen sollen, die jeweiligen Kerninformationen umgehend zu erkennen. Bei zielgerichteter Anwendung sind Text Mining-Programme sogar dazu in der Lage, Hypothesen zu generieren, diese zu überprüfen und schrittweise zu verfeinern.

Vernetzung

Der Begriff Vernetzung stammt ursprünglich aus dem biologischen Kontext, wo er die Verknüpfung und Interaktion von Neuronen im Gehirn beschreibt. Eine solche Vernetzung findet sich aber auch in Organisationen: Interne Unternehmensnetzwerke gewinnen an Bedeutung, durch das Handeln der Mitarbeiter entstehen verschiedene Ursache-Wirkung-Beziehungen. In noch größerer Form findet Vernetzung heutzutage in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing statt, wo sie einen weltweiten Austausch ermöglicht.

Workflow Management

Mit Workflow Management wird die informationstechnische Unterstützung und teilweise Automatisierung von Geschäftsprozessen bezeichnet. Der jeweilige Prozess soll mit Hilfe von Workflow Management-Software analysiert, gesteuert und protokolliert werden. Ziel ist die Koordination der meist relativ großen Anzahl von Bearbeitern, die räumlich verteilt an der Lösung von Teilaufgaben des jeweiligen Prozesses arbeiten, sowie die Kontrolle von Prozessverlauf und Bearbeitungsstatus.